Eine runde Sache - Obstwiesenpädagogik an Schulen der Region Rhein-Sieg und in Bonn

Der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn besitzen aufgrund ihrer Lage ein mildes, ausgeglichenes Klima. Folgerichtig ist die Region das drittgrößte Obstanbaugebiet Deutschlands. Zeugnis der früheren Blüte des Streuobstanbaus sind zahlreiche Hochstamm-Obstwiesen.

 

Durch Überalterung der Hochstamm-Bestände, fehlende Pflege und ausbleibende Nachpflanzungen ist abzusehen, dass sich das Landschaftsbild der Region erheblich ändern wird. Die Gründe dafür liegen auch in der fehlenden Wertschätzung und Kenntnis der Bevölkerung, nur durch verstärkte Wertschätzung lässt sich der landschaftsprägende Lebensraum langfristig erhalten. Mit den Obstwiesen sind viele ökologische Zusammenhänge verbunden. Daher bietet der Ablauf eines Jahres auf der Obstwiese ideale Voraussetzungen für einen Unterricht zur Naturerziehung.

 

Für Kinder jeder Altersklasse bieten Obstwiesen die ideale Umgebung, um sowohl natürliche Zusammenhänge sowie die zu ihrer Erhaltung erforderlichen Kulturmaßnahmen zu entdecken und zu erlernen. Der Einsatz für die Obstwiesen wird mit vielfältigen, gesunden Lebensmitteln belohnt. Eine dauerhafte Patenschaft für eine Obstwiese in räumlicher Nähe der Schule wird angestrebt.

 

Das Projekt Obstwiese wird in den gesamten Unterricht integriert, passend zum Lehrplan und zur jeweiligen Schulklasse, nach individueller Absprache mit den LehrerInnen.

 

In Zusammenarbeit mit Schulen im ganzen Kreisgebiet werden Schüler der Grund- und Weiterführenden Schulen für Obstwiesen begeistert, sowohl in der Klasse als auch draußen in der Natur.

 

Für den Schulalltag ist das Projekt Obstwiese eine große Bereicherung, denn die Kinder begreifen, erlaufen, riechen, schmecken und erarbeiten sich „ihre“ Wiese mit allen Sinnen vor Ort in der lebendigen Natur.

 

 

Im Rahmen des Netzwerkes Landschaftliche Kulturpflege wird dieses Projekt durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert, so dass den Schulen keine Kosten für Projektarbeit und Material entstehen.

 

Als Kooperationspartner beteiligt am Projekt sind auch die Biologische Station Bonn-Rhein-Erft und die drei in der Region tätigen Naturparke "Rheinland", "Siebengebirge" und "Bergisches Land".


Interessierte Lehrer bzw. Schulen können sich bei Xenia Scherz unter

Tel.: 02243-847906 oder Mail: scherz@biostation-rhein-sieg.de melden.